Gasthaus Steinegg
1.500 m
Familie Pircher

39019 Dorf Tirol
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Bemerkungen zur Jagd in unserem Revier. 

 
TschigatIn den wildromantischen Höhen unserer einzigartigen Landschaft leben viele Tiere, die sich seit Millionen von Jahren optimal an die rauhen Bedingungen unserer Bergwelt angepaßt haben.
Steinbock im Fels

Dazu zählt unter vielen anderen Arten auch der Steinbock, ein wendiger Kletterer mit einem genügsamen, rein vegetarischen Speiseplan. Diese Tiere teilen sich in Frieden und Eintracht einen Lebensraum, der durch den Menschen noch vergleichsweise geringfügig durch Besiedelung und intensive landwirtschaftliche Nutzung verändert wurde.
 

Warum also diese schönen Tiere nicht einfach in Ruhe lassen? Nun...

Hirsch... die Jagd

ist bei uns entgegen anderslautender Gerüchte kein Vergnügen, sondern schlichtweg eine Notwendigkeit. Denn das heimische Wild, das in früheren Jahren durch natürliche Feinde wie Wolf, Luchs und Bär im natürlichen Gleichgewicht gehalten wurde, kann sich durch das Fehlen dieser natürlichen Feinde unkontrolliert vermehren. Dies bringt nicht nur Probleme in der Flora mit sich - auch Krankheiten können (und werden) sich unter diesen Tieren unkontrollierbar ausbreiten.

Das Wiederansiedeln dieser Raubtiere hat sich in unseren Wäldern - und auch in den Wäldern der angrenzenden Gebiete in Österreich und in Bayern als nicht durchführbar erwiesen. Der Abschuß von Bruno dem Braunbär oberhalb des Spitzingsees in Bayern zeigt das Unvermögen der Menschen, mit diesen auch für ihn gefährlichen Tieren zusammenzuleben, recht eindrucksvoll.

Bleibt als einziger Ausweg also nur die Bejagung durch erfahrene Jäger, mit dem Ziel, dem Wild ein weit schlimmeres Schicksal zu ersparen. Wer jedoch glaubt, es würde einfach nur wahllos "herumgeballert", der irrt gewaltig. Es gibt strenge Regeln, die vor jedem Abschuß stehen, der sogenannte Abschußplan:
 
Rehkitz • Es dürfen keine trächtigen Tiere geschossen werden.
• Es dürfen keine Muttertiere geschossen werden.
• Selbstverständlich sind auch Jungtiere tabu.
• Vorzugsweise werden nur alte und kranke Tiere erlegt.

Es bedarf wohl keiner Erwähnung, daß der Jäger sein Revier und die Tiere, die darin leben, sehr genau kennen muß.

Und ganz nebenbei, auch wenn es paradox klingen sollte, ist die Jagd durch einen erfahrenen Jäger sehr viel humaner als durch Wolf, Bär oder Luchs. Denn das Tier merkt von seinem Abschuß praktisch nichts. Ein Wolf oder ein Bär nimmt keine Rücksicht darauf, ob sein Opfer zufällig gerade trächtig oder ein Muttertier ist - oder vielleicht ein Jungtier, das von seiner Mutter getrennt wurde...

 
 
SteinböckeDamit wir uns also auch in Zukunft an solchen Bildern erfreuen können, bedarf es der Revierpflege durch einen erfahrenen Jäger, und vielleicht, mit ein wenig Glück ...
Steinböcke

... bekommen Sie unsere Steinböcke auch einmal ganz aus der Nähe zu sehen...